Maurice Sendak über E-Books.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift The Believer (Nov/Dez 2012 / The Art Issue) findet sich ein Interview mit dem im Mai verstorbenen Kinderbuchautoren und -zeichner Maurice Sendak in dem ihn seine Interviewpartnerin Emma Brockes nach seiner Einstellung zu E-Books fragt:

„BLVR: What do you think of e-books?

MS: I hate them. It’s like making believe there’s another kind of sex. There isn’t another kind of sex. There isn’t another kind of book. A book is a book is a book. I know that’s terribly old-fashioned. I’m old, and when I’m gone they’ll probably try to make my books on all these things, but I’m going to fight it like hell. [Pauses] I can’t believe I’ve turned into a typical old man. I can’t believe it. I was young just minutes ago.“

Sinnlicher und rabiater (und selbstironischer) kann man sich kaum zum Medienwandel (bzw. zum Medium E-Book) äußern. In der Antwort zur Nachfrage bringt er das Ganze dann noch weiter auf den Punkt:

„It’s giving up a form that is so beautiful. A book is really like a lover. It arranges itself in your life in a way that is beautiful.“

3 Kommentare

  1. Pingback: Gary Shteyngart über den Verlust der Introspektion durch den Gebrauch digitaler Medien « Blog zum Seminar E-Publishing / HTWK
  2. Ben

    Wie ich gerade der Vorschau in der Printausgabe von The Believer mit dem Maurice-Sendak-Interview (Nov/Dez 2012) entnehme, wird die nächste Ausgabe der Zeitschrift einen Beitrag „In Defense of the Book“ („Hypothesizing the extrent of the as-yet-unknown but probably monumental benefits of books as physical objects“) des Schriftstellers und Übersetzers Damion Searles (sh. auch hier) enthalten. Ich weiß leider nicht, ob die Ausgabe für den Seminarverlauf rechtzeitig erscheint. Schön wär es schon. In jedem Fall plane ich, sofern der Text sich dafür anbietet und ich es bis dahin nicht vergesse, eine Kurzbesprechung im LIBREAS.Weblog. Hier erst einmal zum Vormerken der Hinweis für alle, die das Thema weiter zu verfolgen planen.

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