Perspektive E-Book. Die 13. Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft.

Ich erhielt soeben in Anschluss an diesen Beitrag den Hinweis auf eine weitere für unsere Betrachtungskontext relevante Veranstaltung, den ich gern sofort weiter gebe. Denn das Medium E-Book spielt nämlich selbstverständlich nicht nur in unserem Seminar sondern auch auf der 13. Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft (IBG), die am 9. und 10. November im Verlagshaus C.H. Beck stattfindet, eine Hauptrolle. Das Motto ist denkbar allgemein gehalten: Das E-Book. Herausforderung und Chance für die Buch- und Verlagswelt.

Fixpunkt der Veranstaltung ist ein weiteres Mal die Entwicklung des E-Book-Marktes in den USA. Amazons Verkaufszahlen (mehr e als p), Googles Pläne zum weiteren Einstieg in den Markt und Apples Preisabsprachen sind die drei für die traditionelle Verlagswirtschaft eher erschreckenden Ereignisse. Für den deutschen Markt wird recht nüchtern festgestellt:

„Auch im deutschen Markt spielt das E-Book eine zunehmend wichtige Rolle und ist für die Verlage, Autoren und den Buchhandel ein ernst zu nehmendes Geschäft.“

Während also der Printmarkt in den USA offensichtlich hart attackiert wird, lässt sich derzeit in Deutschland zunächst überhaupt erst einmal von einem wirklichen E-Book-Markt sprechen. Die Fragen, die die Buchwissenschaftler für diesen Betrachtungszusammenhang formulieren, sind zweifelsohne auch welche, die wir im Seminar diskutieren bzw. diskutieren sollten. Vielleicht bleibt ja in der nächsten Sitzung genug Spielraum, um dies begleitend zur Münchner Tagung zu tun:

  • Ist das E-Book ein eigenständiges Medium?
  • Verdrängt das E-Book auf lange Sicht das gedruckte Buch?
  • An welche Publikationsformate denken wir, wenn wir über E-Books sprechen?
  • Was für Kunden nutzen das E-Book?
  • Welche Besonderheiten und rechtliche Probleme ergeben sich beim E-Book-Kauf?

Anscheinend wird das nächste Jahrbuch (genannt: Kodex) der IBG dieses Thema aber nicht reflektieren (es sei denn, man interpretiert Buchzerstörung und Buchvernichtung aus einer verschärft digitalkritischen Warte..) Die noch jüngste Ausgabe (Kodex 2012 müsste jeden Moment lieferbar werden) ist dagegen als fakultative Lektüre auch zum Seminar durchaus zu empfehlen. Denn das Leitthema darin ist: Die digitale Bibliothek. Wer mehr dazu wissen will, kann sich auch an die von mir für LIBREAS verfasste Rezension zum Titel halten.

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