Zum Gebraucht- bzw. Weiterverkauf von E-Books

Erratum: Ein Lesefehler (visuell) führte dazu, dass die Veranstaltung in nachstehendem Text einen Monat vordatiert wurde. Richtig ist natürlich, dass sie nicht am heutigen 05.11. sondern am 05.12. stattfindet. Es ist also prinzipiell sogar noch die Möglichkeit gegeben, hinzureisen. Wer allerdings die Teilnahmegebühr von 550 EUR sparen möchte, kann einfach gratis ins Seminar kommen und genau dieselben Fragestellungen diskutieren. Dies allerdings auch abzüglich der auf der Expertentagung in München anwesend seiend werdenden Experten.  (Ben Kaden, 05.11.2012, 17:44)

Wer sich mit dem schweren Gelände der Beziehung zwischen dem aktuellen Urheberrecht und den Möglichkeiten der Nutzung elektronischer Publikationen befasst, stolpert zwangsläufig über die Frage, wie es sich mit der Weiterverkaufbarkeit von E-Books verhält. Von Gebrauchtbüchern zu sprechen, ist bei digitalen Dateien genau genommen eher unsinnig, denn eine Abnutzung (Gebrauchsspuren), wie man sie aus dem Printbuchbereich kennt, gibt es auf Dateiebene einfach nicht.

Dennoch diskutiert man die Frage der Möglichkeit des „Gebrauchtverkaufs“ von E-Books und diese Diskussion bestätigt, wie man doch nach wie vor versucht, eine medientypologische Kontinuität vom gedruckten Buch zum elektronischen aufrecht zu erhalten. Wie sinnvoll das ist, können wir vielleicht am Freitag diskutieren. (Ambitionierte Seminarteilnehmer mit Zugang zu rechtswissenschaftlichen Zeitschriften dürfen zudem gern den in der vergangenen Woche erschienenen Überblickstext von Thomas Hartmann (Weiterverkauf und „Verleih‘‘ online vertriebener Inhalte. In: GRUR 11/2012, S.980-989) lesen und vorstellen…) Generell geht es natürlich um die Frage, welche Nutzungsrechte man an einem E-Book erwirbt / erwerben kann. Und wie weit diese reichen?

Für heute der Hinweis auf eine in diesen Minuten im Literaturhaus München stattfindende „Expertentagung Medienrecht: Verlagsrecht 2015 – Worauf Verlage sich einstellen müssen„, die sich unter anderem mit diesem Aspekt befasst, der  – Amazon macht es in gewisser Weise vor – zu einer Renaissance kommerzieller Leihbüchereien führen könnte:

„Sollten die Gerichte den Verkauf gebrauchter E-Books legalisieren, würde das gravierende Folgen für den E-Book-Vertrieb haben. Mietmodelle und cloudbasierte Distributionslösungen könnten Auftrieb bekommen.“

Ein Kommentar

  1. Pingback: Perspektive E-Book. Die 13. Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft. « Blog zum Seminar E-Publishing / HTWK

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